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Triathlon

Der Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radrennen und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme.

Wie bei vielen anderen populären Sportarten gibt es auch beim Triathlon unterschiedliche Wettkampfdistanzen:

Name Schwimmen Radfahren Laufen
IRONMAN 3,8 km 180 km 42,195 km
Mitteldistanz 2 km 80 km 20 km
Kurzdistanz (olympisch) 1,5 km 40 km 10 km
Sprintdistanz 0,5 km 20 km 5 km

Geschichte

Die Anfänge

Erfunden wurde der Triathlon Mitte der 1970er Jahre in Kalifornien (USA).
Auf Hawaii findet heute noch der bekannteste und spektakulärste Wettkampf der IRONMAN Hawaii statt. Für diesen Wettkampf muss man sich bei einem der 18 weltweit stattfindenden Wettbewerbe qualifizieren (seit 1988).

Im September 1974 organisierte Don Shanahan den ersten Triathlon. Als 35. von 46 Startern kam John Collins ins Ziel, der vier Jahre später den Grundstein für den Ironman Hawaii legte.
Die Legende besagt, dass darüber sinniert wurde, welches der härteste Ausdauerwettkampf sei: Der Waikiki Rough Water Swim über 2,4 Meilen (3,86 km), das Radrennen Ride around the island oder aber der Honolulu-Marathon. Also machten sich 15 Starter 1978 auf, um einen König der Ausdauer in einem Nonstop-Wettbewerb zu bestimmen. Schon zwei Jahre später übertrug die amerikanische Fernsehgesellschaft ABC das Spektakel und zementierte so den Mythos Ironman Hawaii. Seit 1982 findet er auf Big Island statt (vorher Oahu).

Olympia

Seit dem Jahr 2000 gehört der Triathlon zum Programm der Olympischen Spiele. Dabei wird die Kurzdistanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km Laufen absolviert.
Die hohe Leistungsdichte erforderte eine Freigabe des ansonsten gegebenen Windschattenfahrverbots. Die Abkehr von der ursprünglichen Triathlonidee als Individualsport findet bei den meisten Aktiven keinen Zuspruch: Taktik, Kräfte für das Laufen schonen und ein Bedeutungszuwachs der Wechsel machen das Rennen unkalkulierbar. Diese Entscheidung ist ein Kniefall vor den Medien, die den Ironman-Wettkampf als völlig unterlegen bezeichnen. Der Wittener Stephan Vuckovic errang in Sydney 2000 überraschend die Silbermedaille.

Regelungen

Zu erwähnen sind die strikte Helmpflicht sowie das Verbot des Windschattenfahrens beim Rad fahren. Bei Meisterschaften und internationalen Rennen wird das Windschattenverbot ausgesetzt. Für diese Facette des Sports hat sich das Kunstwort Draftathlon etabliert.
Die Aufhebung des Verbots ist im deutschen Raum in den späten 1990er Jahren und 2004 heftig diskutiert worden. In einer Online-Petition aus dem Jahre 2004 wurden durch den nationalen Verband vorgenommene Regeländerungen (Aufhebung des Windschattenverbotes für den Breitensport) in einer Quasi-Volksabstimmung durch den politischen Druck gekippt.

Verwandte Sportarten, Extrem-Varianten

Eine Variante ohne die Disziplin Schwimmen ist der Duathlon.
Die Suche nach Grenzen ist es wohl, die zu immer drastischeren Varianten des Triathlon führt. Die Distanzen des Ironman zu verdoppeln oder zu verdreifachen war nur der Anfang dieser Ausuferung. Mittlerweile können sich Athleten auf der 15-fachen Ironmandistanz (57 km Schwimmen, 2700 km Radeln und 633 km Laufen) messen.
Erstaunliche Erfolge verbuchte bei diesen Kapriziösen die Bergisch-Gladbacherin Astrid Benöhr (Mutter dreier Kinder), die über die 5-fach und 10-fach Ironmandistanz die absoluten Weltrekorde hält, also auch alle Männer hinter sich gelassen hat.

(Quelle: Wikipedia)

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