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TriAs Nachwuchs eröffnet die Triathlon Saison

04. Juli 2010

Hawaii Qualifikation für 2 TriAsse
Susanne Marx bei Ironman Germany auf dem Treppchen


Der Ironman Germany in Frankfurt am Main war auch in diesem Jahr das Ziel für die europäische Triathlon Elite. Im Rahmen dieses Rennens wurden ebenfalls die Europameisterschaften ausgerichtet. Bei sehr heißem Sommerwetter starteten mit Susanne Marx und Michael Herling auch zwei Athleten von TriAs Flensburg. Für beide stand neben der Bewältigung der Distanzen 3,8km Schwimmen, 185km Radfahren und 42,2km Laufen vor allem die Qualifikation für den Ironman Hawaii auf dem Programm.

Nachdem die heißen Tage vorher den Langener Waldsee auf 26 Grad erwärmt hatten und ein Neoprenverbot für das Schwimmen ausgesprochen wurde, war beiden klar, dass die Auftaktdisziplin noch anstrengender sein würde.
Entsprechend waren Bestzeiten für beide nicht möglich. Dennoch kam Michael Herling nach 1:07:38 noch mit einer guten Zeit aus dem Wasser. Auch die 1:18:33 von Susanne Marx bedeuteten noch eine passable Zeit.
Auf der Radstrecke herrschten angenehme Temperaturen, da sich die Sonne noch hinter den Wolken versteckte. Der Wind sorgte zudem für angenehme Kühlung. In ihrer Paradedisziplin konnte Susanne Marx vom 19. Platz nach dem Schwimmen auf den dritten Platz in ihrer Altersklasse vorfahren. Auf der in diesem Jahr 185 Kilomter langen Strecke benötigte sie 5:24 Std. "Es war zum Glück nicht so warm und ich konnte richtig Gas geben, nur der Wind hat ein bisschen gestört" sagte sie über das Radrennen. Michael Herling ist das Radrennen eher verhalten angegangen, mit seiner Zeit von 5:02 Std. blieb er hinter seiner Bestzeit deutlich zurück, konnte sich aber dennoch sehr weit nach vorne arbeiten. Die gesparten Kräfte konnte der 36-jährige Berufssoldat anschließend im Marathon umsetzen. Nachdem inzwischen die Sonne hinter den Wolken hervor gekommen ist, wurde der Lauf am Mainufer in der Nachmittagshitze wieder einmal zu einer Hitzeschlacht, für die Herling am Ende 3:37 benötigte. "Ich bin zwar hinter meiner Marathon Erwartung zurückgeblieben, aber ein höheres Tempo wäre vermutlich nach hinten losgegangen", zeigte er sich im nachhinein mit seiner Renneinteilung zufrieden.

Auch für Susanne Marx wurde der Marathon recht hart. Aber insgesamt 500.000 Zuschauer an den Strecken sorgten für gute Motivation. Während des Laufs fiel sie zunächst auf den 5. Platz ihrer AK zurück. Rund 5 Kilometer vor dem Ziel zog die 37-jährige das Tempo nochmals an und konnte die beiden Plätze wieder aufholen. Nach 10:39 Std. beendete sie auf dem Gesamtplatz 21 das Rennen und konnte sich sowohl über den dritten Platz der Europameisterschaft als auch über die geglückte Hawaii-Qualifikation freuen, ihr Fazit: "Das Laufen war super hart, vor allem am Ende als ich noch mal Gas gegeben habe. Aber ich bin mit dem dritten Platz belohnt worden und super glücklich."

Die Zeit von Michael Herling betrug am Ende hervorragende 9:53, jedoch waren 32 andere Athleten seiner Altersklasse noch schneller. Damit war die direkte Hawaii-Qualifikation nicht erreicht. Umso glücklicher konnte er am Ende sein, dass er aufgrund der Nachrückerregel doch noch ein "Big Ticket" nach Hawaii ergattern konnte und sich damit auch für ihn das Training des letzten halben Jahres gelohnt hat. "Ein optimaler Wettkampf der am Ende mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft gekrönt wurde", lautete auch für Michael Herling das Fazit dieses Ironmans.

Besonders bitter verlief das Rennen für Lars Apitz vom MTV Gelting 08. Der 41-jährige, der seit Jahren zu den stärksten Langdistanz-Triathleten Schleswig-Holsteins zählt und erst 2009 erfolgreich auf Hawaii gestartet war, kam in Frankfurt sehr gut ins Rennen. Bereits nach 55:25 Minuten hatte er die Schwimmstrecke absolviert und war auf der Radstrecke genau im Zeitplan, ehe ein übler Crash ihm einen Strich durch alle Ambitionen machte. Bei Kilometer 178 raste Apitz auf abschüssiger Piste mit 50 Stundenkilometer frontal in ein Auto, dessen Fahrerin die Streckenabsperrung missachtet hatte. "Ein Wunder, dass ich nur Schürf- und Schnittwunden habe", berichtet der MTV-Athlet über sein Glück im Unglück, das aber nur schwacher Trost sein konnte. Mit dem Totalschaden an seinem Rennrad und den eigenen Blessuren war das Rennen für Apitz am Unfallort beendet.

(Bodo Reiner)

Michael Herling

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