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4. OstseeMan Triathlon in Glücksburg
Ein Bericht von Kay Dittloff
Gott sei Dank, ich habe es endlich GESCHAFFT ...
... waren meine Gedanken, nachdem ich das Ziel des Ostseeman 2004 erreicht hatte. Um es vorweg zu nehmen, es lief nicht gerade optimal für mich. Aber der Reihe nach.
Nachdem ich Euch seit Januar mit meinen Berichten zur Saisonvorbereitung genötigt habe, habt Ihr auch ein Anrecht auf meinen ganz persönlichen Erfahrungsbericht.
Meine Vorbereitung für den Ostseeman 2004 verlief eigentlich gar nicht schlecht. Die Unregelmäßigkeiten, mit denen ich des öfteren zu kämpfen hatte, lagen hauptsächlich an meinem Arbeitgeber und meiner Einplanung. Viele Dienstplanänderungen machten viele Trainingsplanänderungen notwendig. Dennoch habe ich eine Leistungssteigerung und eine Umfangsteigerung im Vergleich zum letzten Jahr feststellen können. Ungefähr drei Wochen vor dem Tag X habe ich die langen Umfänge und zwei Wochen vorher die Intensitäten zurückgeschraubt. 14 Tage vorher habe ich noch einen "olympischen" Wettkampf, und 7 Tage vorher habe ich einen Sprintwettkampf absolviert. Am Morgen des 8. August fühlte ich mich - abgesehen von dem üblichen "miesen" Gefühl im Bauch - gut.
Wir schreiben den 08. August 2004, es ist 06:40 Uhr. Ich stehe am Strand von Glücksburg und schaue über die Förde. Ich bin sehr nervös. Mein Blick schweift umher, auch zu den Wendepunkten der Schwimmstrecke. Am ersten Wendepunkt kräuselt sich das Wasser.
Ganz klar denke ich, es wird heute Wind geben und eine leichte Dünung (leichte Wellen). Ich gehe ins Wasser, es ist angenehm warm im Vergleich zu den letzten zwei Wochen. Ich schwimme mich leicht ein. Meine Arme fühlen sich an wie Gummi. Ich schwimme wieder Richtung Strand. Auf der Seebrücke entdecke ich meine Kinder und meine Frau. Die Kinder sind vielleicht aufgeregt, und ich erst mal. Wieder zurück am Strand treffe ich meine Vereinskameraden und Olaf Reitenbach, meinen ehemaligen Marinekameraden. Olaf ist auch sichtlich nervös, er will ja schließlich seinen Titel verteidigen. Es sind noch wenige Minuten bis zum Start. Eben hatte ein Pastor noch eine kurze Andacht gehalten, und nun läuft der Ostseeman-Trailer zum Start. Den kenne ich noch aus dem letzten Jahr. Jetzt geht`s gleich los. Ich habe das Gefühl, ich kriege keine Luft mehr.
5, 4, 3, 2, 1 und LOOOOOOOOS. Ich renne so schnell ich kann ins Wasser, vorne an der Seebrücke wird es gleich sehr, sehr eng. Neben mir stolpert jemand im knietiefen Wasser. Er wird sogleich von anderen Athleten unter Wasser gedrückt. Das Wasser wird tiefer, laufen bringt nicht mehr viel. Ich mache noch drei Delphinsprünge und jetzt beginne ich mit dem Schwimmen. Ich habe sogar etwas Platz, aber nicht lange. Links und rechts schwimmen ebenfalls Athleten, sie keilen mich ein und schon gibt's ordentlich was auf meinen Schädel. Nützt nix, da muss ich jetzt durch. Das Ende der Seebrücke ist erreicht. Rechts rum und das Feld zieht sich auseinander. Rechts ist die Mole aus Feldsteinen zu sehen, sie ist voll mit Zuschauern. Am Ufer laufen die Leute mit uns mit. Ich habe meinen Rhythmus gefunden, es läuft gut. Meine Gedanken schweifen ab: hoffentlich sind heute keine Feuerquallen auf der Strecke. Ich greife in etwas "gelartiges", eine Qualle. Ich zucke zusammen, aber es brennt nichts. Zum Glück war das nur eine Ohrenqualle. Von diesen sollte ich in der nächsten Stunde noch einige erwischen. Nach dem ersten Wendepunkt sehe ich rechts Heiner Thimsen (einen Fahrlehrer aus Flensburg) schwimmen. Wie er sich heute wohl schlagen wird, es ist sein erster Ironman. Auch in der zweiten Runde fühle ich mich immer noch gut. Nach gut 1:16 h verlasse ich die Förde. Ich bin froh, dass ich so gut geschwommen bin. Ich freue mich auf meine Lieblingsdisziplin, das Radfahren. Für den Wechsel brauche ich ca. 8 Minuten, ich habe mich komplett in Radklamotten umgezogen und meine Sonnencreme aufgetragen, LSF 16 sollte wohl reichen. Ich laufe zum Rad und Andy Kauffmann, einer der Moderatoren, jubelt mir zu. Die Leute machen ein Mordsspektakel, und meine Familie feuert mich an. Was für ein Gefühl.
Ich sitze endlich auf dem Rad und denke: "Endlich Ruhe". Ich fahre den Hügel aus der Wechselzone hinauf, am alten Schwimmbad vorbei und biege nach links auf die Uferstraße. Ich esse erst einmal ein Stück Power Bar und trinke etwas Iso und Wasser. Als ich die Tankstelle passiere, bereite ich mich in Gedanken schon auf den Weeser Berg vor. Der zieht sich immer so. Oben wollen Olli und Lore (ein paar Radsportkumpel) uns ein wenig aufmuntern, bin mal gespannt, was mich erwartet. Der Weeser Berg ist fast geschafft, da sehe ich schon die beiden: Sie haben sich Perücken aufgesetzt und einen Power Bar - Pavillon aufgebaut. Nicht schlecht, denke ich, als sie mich anfeuern. Ich biege ab nach Wees; hier sind eine Menge Autos unterwegs (liegt an der Bäckerei), aber die Sicherungsposten haben offensichtlich alles im Griff. Ich verlasse Wees Richtung Oxbüll, jetzt spüre ich bereits das erste Mal deutlich den Wind. Leichte Rechtskurve vor mir scheppert es. Ein vor mir fahrender Athlet ist direkt in der Kurve gestürzt, er muss wohl auf die Rasengittersteine gekommen sein. Erschrocken weiche ich ihm aus. Jetzt geht's durch Oxbüll hindurch auf die lange wellige Gerade zur Schule nach Munkbrarup. Hier wird es heute wohl am schwersten, denn der Wind kommt genau von vorn, und Windschutz durch Knicks gibt es nicht. Ich muss immer wieder aufpassen, dass ich den Windschattenabstand einhalte, da das Feld noch relativ eng beieinander ist. Die kurze Abfahrt hinunter zur Nordstraße macht richtig Spaß. Auch die Nordstraße lässt sich noch erstaunlich gut fahren.
Ich passiere Ringsberg und freue mich schon auf die leichte Abfahrt nach Rüde. Der Wind kommt von der rechten Seite, er stört mich nicht, obwohl ich mit Scheibenrad (extra neu angeschafft in diesem Jahr) fahre. Es läuft gut denke ich, so kann es gern weitergehen. Gleich kommt die Verpflegungsstelle. Schnell die leere Flasche ins Tor werfen und um die Kurve. Die Helfer sind genau so freundlich wie im letzten Jahr. Ich schnappe mir einen Riegel und eine Banane. Ich esse den Riegel, aber irgendwie schmeckt er mir nicht. Auch die Banane quäle ich mir runter. Na ja denke ich und trinke noch etwas Iso und Wasser. Ich fahre in die Abfahrt nach Bokholmwik. Obwohl die Kurve abends noch gefegt wurde, liegt hier schon wieder Sand im Kurvenbereich. Nur keinen Sturz bauen. Die Abfahrt kenne ich wie im Schlaf, bin sie schon oft genug gefahren, jetzt kommt wieder mein Lieblingsberg: der Wahrberg. Ich hasse ihn er lässt sich so unrhytmisch fahren. In Bockolm auf dem Weg hinaus nach Holnis entdecke ich auf der Gegenfahrbahn Tim Zidorn, er ist ein Vereinskamerad und fährt recht locker bei seiner Ironman-Premiere.
Die Strecke hinaus nach Holnis mag ich sehr, zum einen kann man dort etwas rollen und zum anderen die anderen Athleten beobachten. Nach dem Wendepunkt kommen mir einige Athleten entgegen, die mir zuwinken, ich winke zurück, aber ich erkenne sie nicht. Das hätte mir zu denken geben sollen. Auf dem Weg nach Glücksburg überhole ich noch einige Radfahrer. Endlich erreiche ich die Sandwigstraße, somit auch den zweiten Verpflegungspunkt. Man, ist hier eine Stimmung. Ich vergesse fast den anstrengenden Berg. Ich fühle mich wie auf einer Wolke und bekomme eine Gänsehaut. Viele meiner Vereinskameraden vom TriAs Flensburg stehen hier und feuern mich an. Ich bin begeistert. Schnell greife ich mir noch eine Flasche Iso und weiter geht's. In Höhe der Parkplätze entdecke ich meine Familie. Sie sind gut drauf und winken mir zu, ich freue mich und winke zurück. Die erste Runde ist geschafft, jetzt wird es wieder ruhiger. Die Geschwindigkeit (ca. 31`er Schnitt), die ich bis jetzt gefahren bin, hatte ich mir genauso vorgenommen. Aber ich merke bereits jetzt, dass ich mich für dieses Tempo mehr anstrengen muss, als mir lieb ist. Ich warte bis zum Weeser Berg ab und entscheide mich dafür, meine Geschwindigkeit zu reduzieren, da der Wind immer stärker wird. Ich wollte eigentlich unter sechs Stunden fahren. Mein Traumziel, unter 12 Std. in Ziel zu kommen gerät ins Wanken. Aber wenn ich etwas langsamer fahre, so denke ich, kann ich vielleicht noch ein paar Reserven für den Marathon aufheben. So vergeht Runde um Runde, aber ich quäle mich heute regelrecht über die Radstrecke. Trotz der Anstrengungen freue ich mich immer wieder über die vielen Zuschauer an der Strecke. Ganz besonders über meine Familie. Ich habe sie aber am Ende der zweiten Runde nicht gesehen. Gegen Ende der dritten Runde werde ich nach dem Wendepunkt in Holnis, kurz vor Bockholm, von Matthias Klump überrundet. Man, war der schnell. Im letzten Jahr fuhr Olaf Reitenbach erst Anfang der fünften Runden in Wees an mir vorbei. Dieses Jahr kommt er schon etwas früher vorbei. Olaf macht mir noch Mut als ich ihm zurufe, dass es nicht besonders laufen würde. Irgendwann kommt auch Torsten Schiller (Ihr wisst schon, mein Trainingspartner mit dem Radladen www.schillers-bikeshop.de) vorbei, er gibt mir einen aufmunternden Klapps auf den Rücken. Er fährt für eine Staffel, und es geht ihm offensichtlich gut. Irgendwann in der fünften oder sechsten Runde fahre ich den Weeser Berg hinauf, dort stehen immer noch Olli und Lore. Sie haben zwischenzeitlich schon Bratwürste gegrillt. Sie halten mir eine Bratwurst als "Verpflegung" hin, über diesen Scherz kann ich aber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht lachen, weil es mir nicht sonderlich gut geht.
Nun ja, ich habe dann doch endlich die Radstrecke bewältigt und bin froh, dass ich nach rechts in die Wechselzone abbiegen darf. Heute hat mir das Radfahren jedenfalls nicht viel Spaß gemacht. Ich habe eine reine Fahrzeit von 6:09 h gefahren. Das sind sieben Minuten mehr als im letzten Jahr. Im Wechselzelt ziehe ich mich wieder komplett um, und lasse mich wieder mit Sonnencreme einschmieren. Ich lasse mir Zeit und gehe noch einmal zum Dixi. Obwohl ich auf der Radstrecke ca. 7-8 Liter getrunken habe, ist mein Urin sehr sehr dunkel. Ich denke, das kann eigentlich nicht sein, wo ich doch so viel getrunken habe.
Hinaus geht es auf die Laufstrecke. Im letzten Jahr waren die ersten zwei Kilometer unerträglich heiß, aber in diesem Jahr weht wenigstens der Wind. Kurz nach der Wechselzone haben Anwohner eine Wasserstelle aufgebaut. Toll, denke ich, wie im letzten Jahr. Die Glücksburger sind gut drauf. Auf der Laufstrecke ist viel los, aber das motiviert. An der ersten Verpflegung gehe ich kurz, trinke Iso und Wasser, mache meine Lauf-Cap nass und esse ein Stück Banane. Aber sie schmeckt mir nicht und mein Magen rebelliert. Ich beginne wieder zu laufen. An der zweiten Verpflegungsstelle gehe ich wieder und versorge mich mit Wasser und Cola. Ich gehe den Berg hinauf. Er tut auch so schon weh. Oben angekommen, beginne ich wieder zu traben bis zum Schloß. Die Auffahrt vom Schloß gehe ich bis zur Straße hinauf. Es geht an der Hauptstraße entlang, dort hat wirklich jemand eine Dusche für uns aufgebaut. Ich freue mich und laufe mitten durch. Irgendwie laufe ich weiter und erreiche jetzt die nächste Verpflegung. Wieder Getränke, weiter geht's. Ich fühle mich langsam schlechter und irgendwie angeschlagen. Ich erreiche den Wendepunkt der Laufstrecke. Es geht leicht bergan. Ich muss gehen, ich kann es nicht fassen. Dieser pille-palle Hügel und ich muss gehen. Es fällt mir schwer wieder weiterzulaufen. Ich komme an die kleine Brücke kurz vor Kilometer 8. Dort steht ein Fotograf und macht Foto`s. Ich versuche mich aufzurichten. Mir geht's immer schlechter.
Kurz vor dem Wechselbereich geht es mir sehr schlecht. Meine Frau Andrea kommt auf mich zu. An ihrem Gesichtsausdruck kann ich erkennen, dass sie sich Sorgen macht. Ich muss wohl sehr schlimm aussehen. Sie erzählt mir, dass Jörg (ein Vereinskamerad) ausgestiegen ist. Ich versuche nachzudenken. Aber ich denke immer: "nur nicht aufgeben, nur nicht aufgeben, wenigstens noch eine Runde". Ich höre mich zu Andrea sagen: "Ich versuch noch eine Runde". Sie schaut mich besorgt an und sagt: "OK, ich warte hier". Ich trotte so weiter. Ich schleppe mich von Verpflegung zu Verpflegung. Gegen Ende der zweiten Runde geht es mir deutlich besser, und ich gehe in die dritte Runde. Die "zweite Luft" die ich gegen Ende der zweiten Runde verspürte, hält nur bis zur Mitte der Dritten Runde an. Es geht mir wieder schlechter. Mittlerweile denke ich nur noch an diese blöden Runden-Bänder. Irgendwo steht noch Jörg Credo (ebenfalls Vereinsmitglied), der mich anfeuert. Ich frage mich, warum ich diesen ganzen Mist überhaupt noch mache. Ich muss an Andrea, Franziska und Maximilian denken. Sie haben mir das ganze Training ermöglicht und stehen nun am Ziel und warten auf mich. Ich hatte doch den Kindern versprochen, mit ihnen gemeinsam ins Ziel zu laufen. Ich kann Sie doch nun unmöglich enttäuschen. Irgendwann laufe ich wieder, mir wird übel. Ich gehe wieder - die Übelkeit lässt nach. Gehen, Laufen, Gehen, Laufen, Walken, Joggen, Schleichen... . Mir fallen keine anderen Begriffe mehr ein, außer vielleicht Sterben auf Raten?
An der Brücke steht Wolfgang Kulow, der aus dem Fernsehen mit dem Wüstenlauf in China. Er macht mir Mut: "das sieht super aus, sehr locker, so will ich das sehen! Weiter so!" Ich weiß genau, dass das nicht stimmt, aber es macht mich froh. Anders als zwei alte Leute auf dem Fahrrad: als sie mich sehen, sagt der Mann zu seiner Frau: "Oh jeeee, kieck mol den dor an". Das macht mich fertig. Ich weiß eigentlich nicht wie ich das so zu Ende bringen soll, aber irgendwie komme ich vorwärts. Irgendwann während einer meiner Walking - Phasen treffe ich die Frau vom Bürgermeister Witt. Auch sie spricht mir Mut zu. Sie erzählt von der Radstrecke. Ich versuche wieder zu laufen, ich werde wieder angefeuert. In den letzten zwei Runden bin ich immer wieder kurz davor mich zu übergeben. Aber ich kann irgendwie alles bei mir behalten. Unterwegs an der Laufstrecke stehen die Sanitäter, ich versuche immer einen guten Eindruck zu machen, damit die ja nicht auf die Idee kommen mich aus dem Rennen zu nehmen (soll es ja schon mal gegeben haben). Ich weiß nicht wie, aber irgendwie habe ich die letzte Runde hinter mich gebracht, die letzten 300 Meter liegen vor mir. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl ich habe das Gefühl das ich sehr schnell laufe, kann aber nicht sein, denn meine Kinder können locker mithalten. Ich fühl mich super. Die Zielgerade liegt vor mir, meine Kinder fassen meine Hände an. Ich höre meinen Namen, die Uhr zeigt 13:18. Ich kann es nicht fassen ich bin im Ziel, und die Qual hat endlich ein Ende. Ich fühle mich überglücklich eine Last ist von mir gefallen. Andrea kommt zu mir, sie gratuliert mir zu meiner Leistung. Ich freue mich einfach nur. Die Kinder sind total begeistert, sie sind gar nicht zu bremsen. Dieses Gefühl könnte ewig dauern.
Ich habe GEFINISHT!!!!!
Ich danke allen, die mich so toll unterstützt und angefeuert haben. Ohne Euch hätte ich das bestimmt nicht geschafft. In den folgenden Tagen nach dem Wettkampf habe ich das ganze wieder und wieder vor meinen Augen noch einmal ablaufen lassen. Ich glaube, die Zeit ist jetzt nebensächlich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich unter 12 Stunden bleiben wollte. Woran es gelegen haben könnte, weiß ich nicht, ich weiß nur ich habe gefinisht.
Zum Teil habe ich auf der Radstrecke oder auf der Laufstrecke Leute nicht erkannt, das zeigt ja wie sehr mich dieser Wettkampf mitgenommen hat. Aber nach drei Tagen war der Muskelkater weg. Und langsam denke ich schon mal wieder ans Radfahren oder Laufen. Schwimmen war ich schon mal wieder. Auch wenn man das eigentlich nicht als Training bezeichnen kann.
Auf diesem Wege möchte ich allen Finishern zu Ihrer Leistung gratulieren. Aber meinen Respekt haben auch alle Athleten, die das Rennen vorzeitig beendet haben. Es gehört eine Menge Courage dazu. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist aufzugeben. Als ich 1993 in Schwerin den Isenman auf der Laufstrecke bei Kilometer 15 aufgab, bereute ich das damals schon auf dem Heimweg im Auto. Ich habe mich jahrelang darüber geärgert. Obwohl ich die Entscheidung, heute immer noch für richtig halte. Ich hatte damals arge Kreislaufprobleme. Der Puls sackte bei steigender Belastung immer mehr ab.
PS: Vielen Dank an meine Familie, die mich immer hat trainieren lassen. Ohne sie wäre diese Leistung gar nicht möglich.
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